Ein paar Worte zu meinem Blog...

Dieses Blog ist mein privates Tagebuch. Mein Job ist Hure. Bevor ich mein Blog öffentlich gemacht habe, habe ich es seit 2013 nur für mich geschrieben.

Solltet Ihr hier mit der Erwartung lesen, dass es eine Art Pornoblog ist, muß ich Euch also leider enttäuschen... ;-))

Dafür könnt Ihr virtuell an meinem Leben als Sexdienstleisterin und auch als Privatperson teilhaben, wenn Ihr mögt. Was sicherlich ganz anders ausschaut, als viele sich das vorstellen... mehr dazu könnt Ihr bei „Über mich“ lesen.

Mein aktuelles Thema ist der Ausstieg aus diesem Gewerbe, den ich anstrebe, der sich jedoch aus monetären Gründen nicht so einfach gestaltet, wie man sich das vielleicht vorstellt...

Eure Andrea

Sonntag, 8. Mai 2016

Wie bin ich eigentlich hier auf'm Dorf gelandet...

Ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal irgendwann gebloggt hatte. Wahrscheinlich nicht^^. Aber wie es mich ausgerechnet hier ins Kaff verschlagen hat, war eigentlich recht unspektakulär... ;-)

Nachdem ich lange Zeit Termine gefahren war, wollte ich dann gerne etwas seßhafter werden und mietete ein Hostessenhaus in einer mittelgroßen Stadt in Rheinland Pfalz. Dort arbeitete ich dann zwei Jahre. Hatte dort auch KollegInnen (m/w) und vermietete auch Zimmer. Alles zu mehr als fairen und sehr moderaten Konditonen, weit ab von der obligaten Hurenabzocke...  und ich arbeitete natürlich auch selbst.

Nach zwei Jahren in diesem Haus beschlossen mein langjähriger Lebenspartner (er hatte nichts mit dem Milieu zu tun) und ich, dass wir aus der Fernbeziehung, die wir schon lange führten, raus wollten. Ich wollte zu ihm ziehen, ins angrenzende Ausland, wo er lebte, und gab das Haus auf.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch drei Hunde. Der kleinste und älteste war jedoch schwer krank, hatte u.a. einen Herztumor, und es ging ihm nicht wirklich gut am Ende. Ich wollte dem Kerlchen deshalb die Torturen dieses Umzuges, die es für so einen alten, kranken Hund gewiß gewesen wären, nicht zumuten und mietete hier diese möblierte Wohnung als Übergangswohnung an.

Da ich natürlich auch weiter arbeiten wollte, suchte ich auf einschlägigen Vermietungsportalen, denn ich wollte in der Wohnung vorübergehend wohnen und auch arbeiten.

Daraufhin erhielt ich die Zuschrift von meinem jetzigen Vermieter, der auch kein Problem mit drei Hunden in der Wohnung hatte.

Die Wohnung schien mir optimal, da sie nicht all zu weit entfernt von dem Haus war, das ich abgegeben hatte und sie meinen Bedürfnissen entsprach. Außerdem haben wir hier viel Grün, direkt am Haus (Dorf eben), was prima für die Hunde war ist.

So zog ich dann mit den drei Hunden und meinem Hab und Gut -außer Mobiliar- hier ein...

Ich pflegte mein kleines altes Hundemännlein, das einige Wochen später verstarb, und wollte dann also in absehbarer Zeit zeitnah zu meinem Lebenspartner ziehen. Ich verdiente hier in der Wohnung ein bischen Geld, aber von Anfang an mehr schlecht als recht... gut lief das hier von Anfang an noch nie. War aber jetzt auch nicht so wild, da es mir hier reichte, mein Auskommen zu haben und meine Kosten zu decken, da ich zuvor einiges angespart hatte. Hatte vorher ganz gut verdient. Selbstverdientes Geld.

Naja, ich kürze hier mal ab, kann sein, dass ich es irgendwann ganz am Anfang im Blog mal erwähnte, vor ein paar Jahren... dann verstarb plötzlich und vollkommen unerwartet mein Lebenspartner.

Während ich hier quasi auf gepackten Koffern saß... morgens erfuhr ich, dass er in der Nacht überraschend verstorben war...

Das war natürlich der ultimative Schock für mich, und es war auch erst mal ein Jahr lang absolut gar nichts mit mir anzufangen, bis ich mich dann irgendwann wieder soweit halbwegs aufrichtete, dass ich zumindest wieder arbeiten konnte. Während dieses Jahres hatte ich quasi nur von meinem Ersparten gelebt. Wenn man bedenkt, dass ich allein in dem Jahr 6000 Euro Miete bezahlt habe, ohne Geld zu verdienen, kann man sich denken, dass das Geld dann auch recht zügig weniger wurde...

Hatte mir dann meinen soliden PC-Job im Home Office gesucht, bzw. über den war ich zufällig gestolpert, und hatte zumindest schon mal wieder einen Erwerb, mit dem ich ca. 800 EUR netto im Monat verdiente. Das reichte aber vorne und hinten nicht, da ich ja allein schon 500 Euro Mietkosten habe... und somit habe ich dann auch wieder angefangen, hier in der Wohnung anzuschaffen.

Tja, und so bin ich dann hier hängengeblieben... in dieser Wohnung und in diesem Job.

Raus wollte ich schon jahrelang. Aus beidem. Aus der Wohnung und aus dem Job. Aber nach dem Tod meines Lebenspartners mußte ich mich dann erst mal sammeln, weil ich gar nicht wußte, wohin mit mir und was ich nun überhaupt machen soll... und wo ich überhaupt hinziehen soll.

Eine Weile hatte ich dann auch noch überlegt, trotzdem ins Ausland zu ziehen, in dem er lebte, aber das machte dann für mich allein auch keinen Sinn mehr...

Wo ich hin will... geografisch und beruflich, das wurde mir eigentlich erst im letzten Jahr zunehmends bewußt....

Aber ich hing eben hier in dieser Wohnung fest und in diesem Job und verdiente da schon irgendwie nicht mehr. Naja, das ist ja im Blog nachzulesen...

Und ich denke, morgen beginnt nun ein ganz neues Kapitel in meinem Leben mit meinem ersten Termin...


Ich glaube, dass hier kein Nachbar weiß, was ich beruflich mache... obwohl wir hier auf dem Dorf leben.

Diese Wohnung war bereits früher schon mal eine Hostessenwohnung, die aber dann geschlossen wurde, weil sich angeblich Nachbarn beschwert hatten...

Das war die Version meines Vermieters, nachdem ich mich hier eingemietet hatte...  aber meinem Vermieter darf man auch nichts glauben, denn was für'n halbseidener Vogel das ist, bloggte ich ja schon.

Jedenfalls war die Wohnung, als ich hier eingezogen bin, immernoch eine Hostessenwohnung. Das sah man auch sofort. Weshalb die MieterInnen, glaube, es waren zwei, die sich die Wohnung geteilt hatten, nicht mehr hier drin waren, weiß ich aber nicht wirklich genau. Vielleicht sind sie auch weg, weil sie nichts verdient haben. Oder es gab wirklich das Problem mit den Nachbarn. Oder beides. Keine Ahnung.

Es war meinem Vermieter auch wichtig, dass ich hier diskret arbeite, also keine Adresse in meinen Annoncen angebe, usw. War auch mir recht.

Am Anfang wurde ich schon ein bischen mißtrauisch von verschiedenen alteingesessenen Nachbarn beäugt, aber dass ich als Nutte arbeite, konnte und kann sich anscheinend bis heute niemand vorstellen :-) ich denke, allein wegen der drei Hunde in der Wohnung, wirkte ich eher wie eine solide Mieterin. Ausserdem sehe ich privat nicht so aus wie der Otto-Normalo sich ne Nutte vorstellt lol

Also, ich bin sehr sicher, dass niemand weiß, was ich beruflich mache und was ich hier in der Wohnung tue, bzw. bis gestern :-)) getan habe, respektiv versucht habe zu tun...

Die privat eher unscheinbare, auch schon bischen ältere deutsche Witwe mit den Hunden, nee, das paßt einfach nicht zu dem Bild, dass die Leute von ner Nutte habe... von daher gab es hier auch nie Probleme. Hatte hier auch niemals eine Kontrolle vom Ordnungsamt oder so in all den Jahren... (gerade wo ich das schreibe, fällt mir ganz heiß ein, dass ich meine Steuernummer noch rauskramen und mitnehmen muß!! kann sein, dass ich Kontrollen in den Terminwohnungen haben werde... das hätte ich jetzt total vergessen)


Ja, Ihr Lieben, das ist also meine Geschichte... bzw. die Geschichte dieser Wohnung und meine. Und nun werde ich mir noch mal ein Mützchen Schlaf holen, bevor um halb sieben (ups, in drei Std. :O ) der Wecker klingelt... Ich melde mich dann im Laufe des Tages aus der Terminwohnung! :-))

Gute Nacht!

Eure Andrea

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