Das Thema, das mich außerhalb meines eigenen Lebens momentan so mit am meisten beschäftigt, was die Prostitution angeht, ist, wie Ihr in den letzten Tagen mehrfach lesen konntet, weshalb so viele Huren sich die Prostitution schönreden... frau muß da wirklich schon total "dicht" sein, hackedicht und einfach weggeswitcht, wobei ich das absolut in keiner Weise auch nur annähernd ins Lächerliche ziehen möchte, oder emotional dicht... in diesem Job MUSS man "dicht" sein, um sich selbst so stark verleugnen zu können. Denn keine seelisch und psychisch gesunde Frau kann diesen "Job" machen...
Es ist tatsächlich so, und man liest es immer und immer und immer wieder, dass die allermeisten Huren bereits Mißbrauchserfahrungen haben. Sehr viele schon seit Kindheit an und später durch Männer, die sowas wie eine Partnerrolle hatten, also durch den Ehemann, den Freund. Sehr oft spielt sexuelle Gewalt eine Rolle, aber auch emotionaler Mißbrauch, Vernachlässigung und anderweitig körperliche Gewalt.
Selbst die verglorifizierte Rosemarie Nitribitt hatte so eine beschissene Kindheit mit Verwahrlosung, Kinderheim und Vergewaltigung. Übrigens, btw. hat auch die Nitribitt, obwohl sie ja immens verdient hat und sehr wolhabend geworden ist, mehrfach versucht aus der Prostitution auszusteigen und in anderen Berufen Fuß zu fassen, was ihr aber leider nicht gelang...
Natürlich wird nicht jede eine Nutte, die in der Kindheit Gewalt erlebt hat oder sonst wie Mißbrauch, aber diese Verbindung taucht immer und immer wieder bei Huren auf... und ich weiß es von mir selbst, das ist so ein psychisches, bzw. seelisches Ding, dass man schon total abgestumpft ist, wenn man die ersten Freier macht... Ich denke, die Weichen wurden bei den meisten Huren schon in der Kindheit, in der Jugend, im Elternhaus gestellt...
Diese Frauen steigen meist auch sehr früh in die Prostitution ein, wie ich minderjährig, oder mit achtzehn oder zwanzig...
Und dann gibt es da noch die anderen, die ich auch schon im Blog erwähnte... die Späteinsteigerinnen, die oftmals mit ü40 noch in den Job einsteigen, nachdem sie vielleicht zwanzig Jahre lang ne langweilige oder beschissene Ehe mit schlechtem Sex mit einem nicht mehr geliebten Ehemann hatten, denen über Jahre und Jahrzehnte das Begehrtsein und die Anerkennung fehlte, die sich erst mit ü40 selbst als Frau entdecken und die auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chancen mehr haben...
Unter den Prostituierten in der sogen. "SexarbeiterInnen"-Lobby, also die ProstitutionsbefürworterInnen, findet man etliche dieser Frauen...
Naja, eigentlich blogge ich das ja schon seit Tagen, und eben bin ich über einen Bericht über eine "Tanja" gestolpert, der auch genau DAS wieder bestätigt, womit ich Euch seit Tagen das virtuelle Ohr abkaue ;-)
Den Bericht werde ich NICHT in meiner Sammlung verlinken, da er leider die Prostitution verharmlost... aber er spricht für sich, und das merkt man auch deutlich, wenn man zwischen Tanja's Zeilen liest mit ein wenig Empathie...
Hier einige Zitate daraus:
"Tanjas erstes Leben verlief wie das Tausender anderer Frauen auch. Einzelkind, Ausbildung zur Tanzlehrerin. Mit 22 heiratet sie, bekommt vier Kinder, das Paar kauft ein Haus auf dem Land. Der Mann arbeitet oder ist im Sportverein, samstags wäscht er das Auto. Tanja ist für Haushalt und Kinder da, sie jobbt ein paar Stunden pro Woche, der Ehemann verdient ja genug. Irgendwann wird sie ihm langweilig. Sie fühlt das und kommt sich hässlich vor. Ein Foto aus dieser Zeit zeigt eine brave, unsichere Frau mit blauem Stehkragen und leerem Blick. Da ist sie Ende dreißig und sieht älter aus als heute. Eines Morgens schaut Tanja in den Spiegel und sieht eine Frau, die sie nicht sein möchte. Sie fasst den Entschluss, auszuziehen, mit den Kindern."
"Tanja lässt sich scheiden, nimmt einen Job als Kurierfahrerin an, aber das Geld reicht nie bis zum Monatsende. Abends geht sie jetzt manchmal in einen Swingerclub, um dem Singledasein zu entfliehen, so erzählt sie es. Sie genießt die Blicke und die Berührungen; sie hatte ganz vergessen, wie es sich anfühlt, begehrt zu werden. Einmal bittet der Clubbesitzer sie und ihre Freundinnen, sich um ein paar einsam dasitzende Männer zu kümmern und steckt ihnen fünfzig Euro zu. Das war der Anfang."
"Sie ist 44 damals, eine Späteinsteigerin. "Viele Kunden bringen mir mehr Respekt entgegen als all die Männer, an die ich mich verschenkt habe." Sie sagt: verschenkt."
""Frau Schwarzer sitzt in ihrem Elfenbeinturm und hat dort oben jeden Realitätssinn verloren", sagt Tanja."Hier der komplette Artikel zum Weiterlesen: http://www.zeit.de/2013/48/prostituierte-tanja
Mal ehrlich, das sagt doch ALLES, oder... ?? Da fragt man sich doch, WER hier den REALITÄTSSINN verloren hat, die Prostitution schönzureden, und woher das kommt, erklärt sich ja wunderbar selbst... eine emotional vernachlässigte, alternde Frau vor den Scherben ihres Lebens, die sich unattraktiv und unbegehrt fühlt, kaum noch einen Zugang zum Arbeitsmarkt hat und mit dem Geld in einem soliden Beruf nicht klarkommt, weil sie für mehrere Kinder sorgen muß... die sich privat an Männer verschenkt hat, der die Anerkennung fehlte, die ihr das Geld nun gibt... auch eine traurige Lebensgeschichte. Und eindeutig auch wieder ein Eigentor für die "SexarbeiterInnen"-Fraktion...
Und das, Ihr Lieben ist die Liga der "freiwilligen, selbstbestimmten SexarbeiterInnen", quasi das MAXIMUM an "Freiwilligkeit" und "Selbstbestimmtheit"... eine seelisch zutiefst verletzte, psychisch lädierte Frau mit etlichen Defiziten, die sie selbst benennt... Das ist doch eine Farce! Glaubt Ihr wirklich noch an die Mär der "freiwilligen, selbstbestimmten Hure", falls Ihr das vorher getan habt...???
Eure Andrea......
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