Ein paar Worte zu meinem Blog...

Dieses Blog ist mein privates Tagebuch. Mein Job ist Hure. Bevor ich mein Blog öffentlich gemacht habe, habe ich es seit 2013 nur für mich geschrieben.

Solltet Ihr hier mit der Erwartung lesen, dass es eine Art Pornoblog ist, muß ich Euch also leider enttäuschen... ;-))

Dafür könnt Ihr virtuell an meinem Leben als Sexdienstleisterin und auch als Privatperson teilhaben, wenn Ihr mögt. Was sicherlich ganz anders ausschaut, als viele sich das vorstellen... mehr dazu könnt Ihr bei „Über mich“ lesen.

Mein aktuelles Thema ist der Ausstieg aus diesem Gewerbe, den ich anstrebe, der sich jedoch aus monetären Gründen nicht so einfach gestaltet, wie man sich das vielleicht vorstellt...

Eure Andrea

Montag, 11. Januar 2016

Röntgenblick und Zuversicht ...

Nachdem der gestrige Sonntag für mich absolut frustrierend war, da ein Null-Tag und ich mir abends sogar 'ne "Frustpizza" reingezogen hatte :D was ich wirklich selten mache, bin ich heute wieder etwas zuversichtlicher. Der Tag begann zwar schon wieder mit stundenlangem Warten überhaupt mal auf einen Anruf, aber dann ist's doch noch angezogen, Telefon ging besser und ich hatte nette Kundschaft und bin finanziell zufrieden. Auch mal schön lol ...

Nach meinem letzten Gast hatte sich dann mein "Röntgenblick" mal wieder bestätigt... ich sehe die Typen wenige Sekunden an, eigentlich reichen schon Bruchsekunden, und weiß, was mit denen los ist... schade, dass es kein Bildtelefon gibt! Da bliebe mir manches erspart...

Naja, potentieller Gast im Anmarsch... Die Gäste müssen eine Treppe zu mir hochkommen, bevor sie an meiner Tür sind, und ich beobachte sie, wenn ich die Tür öffne, natürlich zwangsläufig dabei, und mache mir bewußt und unbewußt ein erstes Bild von ihnen... das geht in wenigen Sekunden ab.

Bei dem dachte ich gleich auch schon wieder, au weia, wieder so'n Piekiger von der Stock-im-Arsch-Fraktion... das bedeutet im Klartext immer: Hundeangst!

Die Hunde sind nun mal hier, liebe, ruhige, friedliche, freundliche Familienhunde. Ich kann und will sie nicht aussperren. Das geben meine Arbeitsräumlichkeiten nicht her, und wenn ich mit den Hunden hier bin, in meinem Arbeitsbereich, habe ich keine Option, sie zu separieren. Interessiert die beiden aber auch nicht die Bohne. Die legen sich hin und pennen... haben schon so viele Gäste gesehen, dass es ihnen egal ist, wer kommt. Ich kann die Hunde jedenfalls nicht im Kleiderschrank verstecken, wenn's klingelt, und werde einen Teufel tun, sie ins Bad oder in die Küche einzusperren! Würden es die Räumlichkeiten hergeben, wäre ich aber natürlich bereit, sie vorübergehend in einem Nebenraum zu separieren. Ist aber hier nun mal nicht der Fall und ich kann es auch nicht ändern... so sehen die Gäste, die es durch meinen Flur hindurch "geschafft", und die ich reingebeten habe, natürlich auch die Hunde...

Aber weder hüpfen hier Hunde rum, noch bellen die Hunde und sie springen auch niemanden an, etc. Sie sind ruhig und unauffällig und vollkommen lieb, und sie sind eben da. Klar kommt's vor, dass der ein oder andere von ihnen mal schauen möchte, wer da zur Tür rein kommt :-) aber das ist nicht spektakulär, und viele Gäste haben selbst Hund und/oder Katze daheim oder haben früher mit Hunden gelebt. Für die meisten ist es auch kein Problem. Aber gibt leider immer mal wieder den ein oder anderen Patienten, der selbst mit meinen Hunden ein Problem hat... hätte ich zwei Rottweiler oder Am Staff's o.ä. oder bellende, die Leute anspringende Hunde, könnte ich das ja noch nachvollziehen, dass es nicht jedermann's Sache ist...

Naja, ich sah den Typen also die Treppe hoch kommen... UND wußte sofort bescheid! Noch bevor wir ein Wort gewechselt hatten... der war einfach wieder so schwuchtelig...   

War ein verklemmter Typ. dem man das Verklemmte im Gesamten schon von Weitem ansah... das kommt halt eben durch diese Stock-im-Arsch-Haltung, die die immer haben... die gehen allgemein schon angespannt durch's Leben, und sind außerdem auffallend oft noch "piekige" Typen...

Wieder ein Mann, der eigentlich nur aussieht wie ein Mann im mittleren Alter, der war weit ü40, eher schon 50, denke ich... aber im Grunde im Inneren ein kleines Kind, ein Bub... der durch seine angespannte, verklemmte Körperhaltung eben versuchte, einen "erwachsener Mann" zu imitieren, der er ja altersmäßig auch war... Diese Männer sind für mich so bemitleidenswert auf eine Weise, dass ich manchmal fragen möchte, ob sie vielleicht auf meinen Arm wollen, wenn sie einen Hund sehen...

Der hatte sich auch kaum getraut sich zu bewegen... das hatte also gar keinen Zweck. Solche "Männer" törnen mich selbst ja auch total ab... weil ich sie eben nicht als Männer und somit als Sexpartner wahrnehmen kann... habe ihn dann zur Tür gebracht, ziemlich kurz und schmerzlos und mich auch nicht mehr lange mit dem aufgehalten. Früher habe ich zeitweilig noch versucht, ihnen zu erklären, dass das sehr liebe Hunde sind und dass es kein Problem mit denen gibt, aber ich habe das aufgegeben und verzichte da inzwischen lieber auf's Geld, weil ich selbst merke, dass ich auf solche Männer keinen Bock habe.

Naja, jedenfalls wollte ich nur mal vermelden, dass ich voll die Frau mit dem Röntgenblick bin LOL... mal schauen, was der morgige Tag bringt...  ;-)

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